DIE LINKE. 


Am 4. März gab's diese wunderbare Veranstaltung im RedRoXX. Einen Livemitschnitt kann man unter freie-radios.net hören - einfach auf den Flyer klicken.


Neuer Artikel zur Debatte um Immunität

Es wird auch weiterhin über die Immunität von Susanne Hennig und Frank Kuschel debattiert. Die Süddeutsche veröffentlichte dazu eine gute Zusammenfassung unter dem Titel "Thüringen: Vorwürfe gegen Linke. Erfurter Gruselgeschichte". Zu finden unter tinyurl.com/yfw8n4a

Bundesverfassungsgericht stoppt Vorratsdatenspeicherung

Die Vorratsdatenspeicherung verstößt in ihrer jetzigen Form gegen das Grundgesetz. Alle einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen sind deshalb nichtig. Alle bereits gespeicherten Daten sind zu löschen. Das hat das Bundesverfassungsgericht heute in Karlsruhe entschieden. Das Karlsruher Urteil schließt eine Speicherung der Daten jedoch nicht generell aus. Mehr dazu auf www.linksfraktion.de

Debatte um Kindergrundsicherung

In die vergangene Landtagssitzung brachte die Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag einen Antrag ein, der die Landesregierung veranlassen sollte über die Konsequenzen des Bundesverfassungsgerichtsurteil zu den Kinderregelsätzen zu berichten und im Bundesrat für eine Kindergrundsicherung tätig zu werden. MdL Matthias Bärwolff Kinderpolitischer Sprecher der Fraktion meldete sich dazu zu Wort. Unter bit.ly/dc88ct findet ihr die Debatte des Landtages. Leider wurde der Antrag abgelehnt.


8.März Internationaler Frauentag

Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin schlug auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Am 19. März 1911 wurde in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz der erste Frauentag gefeiert. Mit der Wahl des Datums sollte der revolutionäre Charakter des Frauentags hervorgehoben werden, denn der Vortag, der 18. März, war der Gedenktag für die Gefallenen während der Märzrevolution 1848. Außerdem hatte auch die Pariser Commune 1871 im März begonnen.

Am 8. März 1917 – nach russischem (julianischem) Kalender der 23. Februar – streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und erstmals auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel auf der Wyborger Seite und lösten damit die Februarrevolution aus. Zur Ehre der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt. Nach anderer Darstellung war es nach Aufforderung von Alexandra Kollontaj und anderen Vorkämpferinnen Lenin, der in diesem Jahr, 1921, den 8. März zum „Internationalen Frauentag“ erklärte.

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Frauentag)


Aktuelles aus dem Landtagsplenum

Zum Nachvollziehen der Debatte: Aktuelle Stunde zum Vorwurf der Strafvereitelung und Nötigung durch Hennig und Kuschel unter tinyurl.com/yf8smbw

Dort kann man viele Widersprüche des Verfahrens erneut nachvollziehbar präsentiert bekommen und sich jenseits tendenziöser Artikel eine eigene Meinung bilden.

Interessant zu den Umständen auch ein Leserbrief Bodo Ramelows an die OTZ tinyurl.com/y9p4lvq


Erklärung zu den Vorfällen um das 5. Jubiläum des RedRoXX


Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir folgende Erklärung erneut:

Am Freitag, den 30. Oktober feierte das offene Jugendbüro „RedRoXX“ sein fünfjähriges Bestehen. Öffentlich angekündigt, beworben und eingeladen, spielten am späteren Abend in dem Innenstadtbüro eine Ska/Punk-Band, ein DJ legte auf und eine Feuershow sollte die Geburtstagsfeier mit über den Abend etwa einhundert erwarteten Gästen abrunden. Zu den Gästen zählten u.a. Abgeordnete der Linken, Gewerkschafter, linksjugend [´solid] – Gruppen, Vertreter von Vereinen, anderen Parteien und Verbänden, Linksalternative, NutzerInnen des „RedRoXX“, VertreterInnen der Linken, Einzelpersonen und Laufpublikum aus der Innenstadt. Das „RedRoXX“ ist das Wahlkreisbüro der linken Landtagsabgeordneten Matthias Bärwolff und Susanne Hennig.

Zum gleichen Zeitraum gab es in der Erfurter Innenstadt nach Angaben der Polizei Körperverletzungen mit Pfefferspray, begleitet von dem Spruch „Scheiß Nazi“. Die Tatverdächtigen sollten sich in die Pilse geflüchtet haben. Ein Einsatz der Polizei vor dem „RedRoXX“ in der Pilse wurde nach Gesprächen mit den Beamten ergebnislos beendet. Die große Geburtstagsfeier lief wie geplant weiter, die Feuershow fand statt, die große Ladentür des „RedRoXX“ war nach wie vor für jeden Interessierten und die Öffentlichkeit geöffnet.

Nach den ersten Vorfällen kam es nach Angaben der Polizei zu tätlichen Angriffen auf Polizeibeamte und Einsatzfahrzeuge auf dem Erfurter Anger. Die Tatverdächtigen rannten nach Angaben der Polizei vom Anger Richtung Pilse und seien durch die geöffneten Türen in das „RedRoXX“ verschwunden.

Die anwesenden Abgeordneten des Thüringer Landtages Bärwolff, Hennig und Kuschel wiesen die Polizei darauf hin, dass das „RedRoXX“ auch und gerade als Wahlkreisbüro mit den darin befindlichen Unterlagen, PC’s und Daten unter dem besonderen verfassungsgemäßen Schutz der Immunität steht. Einerseits wäre das Untertauchen von Tatverdächtigen Missbrauch des Gastrechtes und eine unerwünschte Belastung des Jubiläums, sowie der laufenden Fete, aber die Ladenlokalität sei eben auch ein besonderer Raum von und für die Bürgerarbeit von Abgeordneten. Für die folgenden polizeilichen Maßnahmen innerhalb des Büros forderten sie deshalb einen richterlichen Beschluss, auch um rechtlich abgeklärt, kein Präjudiz für willkürliches Eindringen in MdL- Räume zu schaffen. Polizei und Staatsanwaltschaft waren bereit zu dieser notwendigen Klarstellung. Die Abgeordneten und ein Anwalt standen ständig im persönlichen und direktem Kontakt mit der Einsatzführung, auch um eine Eskalation der Situation zu vermeiden und um den Sachverhalt klären zu können. Die Staatsanwaltschaft teilte telefonisch mit, den notwendigen Beschluss nur zur Identitätsfeststellung bei Tatverdächtigen innerhalb des „RedRoXX“ erteilt zu haben. Daraufhin führte die Polizei auch im „RedRoXX“ Identitätsfeststellungen durch und nahm
zielgerichtet drei Tatverdächtige in Gewahrsam.

Die anwesenden Gäste verhielten sich absolut friedlich und feierten im Rahmen der Möglichkeiten weiter.

Matthias Bärwolff und Susanne Hennig erklären:

Das „RedRoXX“ ist ein offenes Projekt für linke Jugendliche, das sich besonders dem Antifaschismus, der kritischen Gesellschaftsdiskussion und dem Schutz der Demokratie  verpflichtet fühlt.

Das „RedRoXX“ lehnt jede Form von Gewalt ab. Wir distanzieren uns deutlich davon, Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung anzuwenden oder zu akzeptieren.

Das „RedRoXX“ ist in dieser Hinsicht kein rechtsfreier Raum und fungiert folglich nicht als Schutzraum für Straftäter. Straftaten müssen aufgeklärt werden. Gleichzeitig haben Abgeordnete jedoch auch die Pflicht, Rechtmäßigkeit oder die Angemessenheit staatlicher Maßnahmen zu hinterfragen und zu kontrollieren.

Das „RedRoXX“ weist einen Bezug zu den Tatverdächtigen von sich und stellt klar, dass das Werfen von Bierflaschen auf Menschen eine nicht zu akzeptierende Gewaltanwendung darstellt.


Regionalkonferenzen

Auf dem 2. Landesparteitag (1. Tagung) der Thüringer LINKEN wurde der Beschluss gefasst, zur intensiven Debatte zum innerparteilichen Diskurs zur Organisation und Zusammenarbeit Regionalkonferenzen durchzuführen. Dabei sollen nachfolgende Schwerpunkte diskutiert werden: Innerparteiliche Demokratie, Kommunikation und Vernetzung – Kommunikationsstruktur, Organisation zwischen Haupt- und Ehrenamt und Professionalisierung und Debatte zum Programm.

Anfang März 2010 wird die Diskussion in sechs Regionalkonferenzen begonnen. Die Grundlage bilden die "Thesen für die weitere Entwicklung der LINKEN zur Ausgestaltung einer linken Volkspartei in Thüringen" sowie vorbereitenden Thesenpapieren aus den Kreisverbänden.


Quelle: http://www.redroxx-erfurt.de/nc/start/aktuelles/